
Am 1. Dezember 1993 nahm das Brandenburgische Oberlandesgericht seine Arbeit auf. Mit diesem Datum war die strukturelle Neuordnung der Gerichtsbarkeit im Land Brandenburg abgeschlossen. Der Band, erschienen aus Anlaß des 10jährigen Bestehens des Brandenburgischen Oberlandesgerichts, enthält nicht nur Beiträge, welche die besondere Situation der Justiz im Land Brandenburg in diesen ersten Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung thematisieren, wie z.B. die strafrechtliche Aufarbeitung des DDR-Systemunrechts, die Verwendung von Richtern auf Probe und das Recht an Grund und Boden in der Wiedervereinigung. Der Bogen spannt sich von Friedrich dem Großen und der Preußischen Justizreform bis zur strafrechtlichen Rehabilitierung. Dazwischen finden sich unter anderem Beiträge zum europäischen Vertragsrecht, zu zivil- und strafprozessualen Fragen sowie zu zahlreichen Anwendungsfragen des materiellen Zivilrechts, angelehnt an die Zuständigkeit der Senate. Das breit gefächerte Spektrum der behandelten Themen spiegelt die Vielfalt der Autoren wider. Neben Richtern und Rechtsanwälten ist die Staatsanwaltschaft ebenso vertreten wie die Politik und die Wissenschaft. Das Buch wendet sich sowohl an Juristen/innen wie an diejenigen rechtlich interessierten Leser/-innen, die die Praxis der Gerichtsbarkeit und das Rechtsleben insbesondere in den neuen Bundesländern verfolgen.
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