
von Hans Dominik
Hans Dominiks "Atlantis" verbindet die Faszination des versunkenen Kontinents mit dem Fortschrittsoptimismus der frühen technischen Moderne. Der Roman entfaltet sein Abenteuer aus wissenschaftlichen Hypothesen, geologischen Spekulationen und ingenieurhaften Problemlösungen; sein Stil ist sachlich, spannungsorientiert und von jener didaktischen Klarheit geprägt, die Dominiks Zukunftsromane kennzeichnet. Im literarischen Kontext steht das Werk zwischen Jules Vernes naturwissenschaftlicher Abenteuertradition und der deutschsprachigen Technik-Utopie des frühen 20. Jahrhunderts. Hans Dominik, 1872 in Zwickau geboren und als Ingenieur ausgebildet, gehörte zu den prägenden Gestalten der deutschen Science-Fiction. Seine berufliche Nähe zu Elektrotechnik, Maschinenbau und industrieller Forschung bestimmte sein Erzählen: Technik erscheint bei ihm nicht bloß als Kulisse, sondern als geschichtsmächtige Kraft. "Atlantis" lässt sich daher auch als Ausdruck eines Zeitalters lesen, das im wissenschaftlichen Experiment den Schlüssel zu verschütteten Wahrheiten und künftigen Möglichkeiten sah. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die klassische Science-Fiction nicht nur als Unterhaltung, sondern als kulturhistorisches Dokument begreifen möchten. Dominiks Roman bietet Spannung, Entdeckergeist und zeittypische Zukunftsgläubigkeit; zugleich lädt er dazu ein, die Hoffnungen und Grenzen technischer Moderne kritisch mitzulesen.
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