
von Thomas Barth
Die aktuelle Finanzkrise 2008 und Politik des Corporate Governance wird in den Zusammenhängen von Wirtschaftskriminalität, Medienmacht und Korruption zu erörtert. Stichworte sind dabei der Santer-Skandal in Brüssel, Enron, Worldcom, FlowTex. Ziel ist dabei die Entwicklung eines Konzeptes von Korruption, das ihre Verstrickung in Medien und Politik berücksichtigt. Der kriminologische Ansatz geht dabei unter dem Blickwinkel der Makrokriminalität von administrativen Maßnahmen aus zu gesellschaftsrechtlichen, kriminalpolitischen und schließlich zu ethischen Forderungen über. Dabei werden mit Blick auf die globale Situation, auch völlig neue internationale Lösungsmöglichkeiten erwogen die europäische Ebene ist dabei nur ein Ansatzpunkt. Eine Überlegung wert wäre z.B., ob man den Internationalen Strafgerichtshof nicht um eine Internationale Wirtschaftsstrafkammer ergänzen sollte. Das Völkerstrafrecht ist in dieser Richtung ausbaufähig und die globale Dimension der Wirtschaft und Wirtschaftskriminalität lässt dies ratsam erscheinen nicht erst seit der Finanzkrise 2008.
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