
John Forsters "Charles Dickens' Leben" ist weit mehr als eine konventionelle Schriftstellerbiographie: Es ist ein monumentales Zeugnis viktorianischer Literaturgeschichte, das Dickens' künstlerische Entwicklung, seine Arbeitsdisziplin und die Entstehung seiner großen Romane aus nächster Nähe rekonstruiert. In einem zugleich dokumentarischen und erzählerisch geschlossenen Stil verbindet Forster Briefe, Erinnerungen und kritische Deutung zu einem Porträt, das Werk und Epoche untrennbar verschränkt. John Forster, Journalist, Kritiker, Historiker und enger Freund Dickens', verfügte über eine außergewöhnliche Kenntnis des privaten wie literarischen Lebens seines Gegenstands. Seine jahrzehntelange Vertrautheit mit Dickens, seine Rolle als Berater, Vertrauter und Nachlassverwalter sowie sein eigenes Engagement für Literatur und Reformpolitik prägten die Anlage des Buches. Gerade diese Nähe ermöglicht Einsichten in Dickens' Kindheitserfahrungen, soziale Empfindsamkeit und rastlose Produktivität, verlangt aber zugleich eine aufmerksame Lektüre gegenüber Forsters Loyalitäten. Empfohlen sei dieses Werk allen, die Dickens nicht nur als Romancier, sondern als historische, moralische und künstlerische Gestalt verstehen wollen. Forsters Biographie bleibt eine unverzichtbare Quelle: reich an Details, kritisch bedeutsam und von bleibendem Wert für Leser, Studierende und Forscher der englischen Literatur.
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Maße: 22.9 x15.2 x3.3 cm
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