
von Rudolf Stratz
Das Licht von Osten entfaltet als historischer Roman ein Panorama kultureller Übergänge, in dem die Begegnung zwischen abendländischer Machtordnung und östlicher Geistigkeit zum eigentlichen Motor der Handlung wird. Stratz verbindet erzählerische Spannung mit antiquarischer Detailfreude: politische Interessen, religiöse Erwartungen und private Schicksale werden zu einem dichten Bild geschichtlicher Umbruchszeit. Sein Stil ist anschaulich, rhetorisch geschliffen und typisch für den historischen Roman der wilhelminischen Epoche, der Geschichte zugleich als Bühne der Ideen und der Leidenschaften begreift. Rudolf Stratz (1864-1936) gehörte zu den vielgelesenen deutschen Erzählern seiner Zeit. Seine Herkunft aus dem gebildeten Bürgertum, militärische und journalistische Erfahrungen sowie sein Gespür für publikumwirksame Stoffe prägten seine Romankunst. Dass ihn Fragen nach Nation, Religion, Fremde und geschichtlicher Sendung beschäftigten, erklärt die Wahl eines Sujets, in dem "der Osten" nicht bloß Kulisse, sondern geistiger Gegenpol und Verheißung ist. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Unterhaltung mit kulturgeschichtlicher Reflexion verbinden möchten. Wer bereit ist, die zeitgebundenen Perspektiven des frühen 20. Jahrhunderts mitzulesen, entdeckt in Stratz' Roman ein aufschlussreiches Dokument literarischer Orientbilder und zugleich eine lebendige Erzählung über Macht, Glauben und die Sehnsucht nach Erneuerung.
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Maße: 22.9 x15.2 x1.1 cm
Bester Preis
Ab 12,20 €
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