
von Hans Dominik
Der Brand der Cheopspyramide verbindet archäologisches Abenteuer mit jener technisch-spekulativen Fantastik, die Hans Dominiks Werk prägt. Im Zentrum steht die Begegnung moderner Wissenschaft mit dem Monument der altägyptischen Hochkultur: Die Pyramide wird nicht bloß Kulisse, sondern Prüfstein für Fortschrittsglauben, Machtinteressen und menschliche Hybris. Dominiks Stil ist sachlich, spannungsorientiert und erklärend; technische Hypothesen, exotische Schauplätze und dramatische Zuspitzung stehen im Kontext des deutschen Zukunftsromans zwischen Verne'scher Erfindungslust und populärwissenschaftlicher Belehrung. Hans Dominik (1872-1945), Ingenieur, Journalist und einer der einflussreichsten deutschen Autoren früher Science-Fiction, schrieb aus unmittelbarer Nähe zur technischen Moderne. Seine Ausbildung, seine Tätigkeit in Industrie- und Wissenschaftspublizistik sowie die Umbrüche des Kaiserreichs und der Zwischenkriegszeit formten einen Autor, der Elektrizität, Chemie, Verkehr und Großtechnik als erzählerische Kräfte verstand. Zugleich spiegeln seine Texte zeittypische koloniale und national geprägte Denkmuster, die kritisch mitzulesen sind. Empfohlen sei dieser Roman Lesern, die die Frühgeschichte der deutschsprachigen Science-Fiction verstehen möchten. Er bietet Spannung, kulturhistorischen Reiz und Einblick in eine Epoche, in der Technik zugleich Verheißung, Waffe und Weltdeutung war.
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