
von Hans Dominik
Der Brand der Cheopspyramide verbindet archäologische Faszination mit dem technischen Zukunftsroman, wie ihn die deutschsprachige Science-Fiction der frühen Moderne ausprägte. Um das Monument von Gizeh entfaltet Hans Dominik ein Szenario, in dem wissenschaftliche Spekulation, Abenteuerhandlung und populär vermittelte Technik ineinandergreifen. Sein Stil ist klar, zielgerichtet und erklärend; dramatische Effekte entstehen weniger aus psychologischer Vertiefung als aus der Konfrontation alter Kulturzeugnisse mit moderner Energie, Forschung und Machtphantasie. Hans Dominik, Ingenieur, Technikjournalist und einer der prägenden deutschen Autoren wissenschaftlich-technischer Unterhaltungsliteratur, schrieb aus unmittelbarer Nähe zu den Umbrüchen des Industriezeitalters. Seine Erfahrungen mit Elektrotechnik, Maschinenwesen und populärer Wissensvermittlung bestimmten seine erzählerische Methode: Er machte technische Möglichkeiten zu Motoren der Handlung. Zugleich spiegeln seine Romane die Fortschrittsgläubigkeit, aber auch die politischen und kolonialen Denkmuster seiner Zeit, was ihre Lektüre historisch besonders aufschlussreich macht. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die frühe Science-Fiction nicht nur als Unterhaltung, sondern als Dokument technischer Imagination verstehen möchten. Es bietet Spannung, zeittypische Denkfiguren und einen instruktiven Blick auf die Hoffnungen und Grenzen moderner Wissenschaftsgläubigkeit.
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