
von Bertolt Brecht
Wem gehört die Welt? Die arme Magd Grusche nimmt sich in den Wirren des georgischen Bürgerkriegs eines Kindes an, dass von seiner reichen Mutter zurückgelassen wurde. Als diese das Kind nach dem Krieg zurückfordert, weil es ein Vermögen erbt, entscheidet der Arme-Leute-Richter Azdak mithilfe des berühmten Kreidekreises, wer von beiden die wahre Mutter sein soll. Brechts Stück ist eine große Parabel über Korruption und Gerechtigkeit, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat. »dass da gehören soll, was da ist, denen, die für es gut sind« Azdak Was ist Recht, was ist Gerechtigkeit? »Der Gerichtshof hat euren Fall angehört und hat keine Klarheit gewonnen, wer die wirkliche Mutter dieses Kindes ist.« Azdak vor der berühmten Kreidekreis‑Probe »als Richter hab ich die Verpflichtung, daß ich für das Kind eine Mutter aussuch.« Azdak Das Werk gilt als eines der bedeutendsten Dramen des 20. Jahrhunderts, das politische Theatralik, Moral und Gerechtigkeitsfragen verbindet Das Stück basiert auf einem alten chinesischen Gleichnis Brecht arbeitete eng mit Ruth Berlau zusammen; die Musik komponierte Paul Dessau Der "Kreidekreis" gehört zu den meistgespielten Brecht‑Stücken weltweit Die legendäre Aufführung 1954 im Berliner Ensemble mit Helene Weigel in der Hauptrolle prägte die Rezeption nachhaltig Grusche ist eine der eindrucksvollsten weiblichen Figuren der modernen Dramatik
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