
von Oswald Spengler
Der Mensch und die Technik, 1931 erschienen, verdichtet Spenglers Kulturmorphologie zu einer düsteren Anthropologie der technischen Zivilisation. Ausgehend vom Menschen als raubtierhaftem, planendem Wesen beschreibt er Technik nicht als bloßes Werkzeug, sondern als Ausdruck eines Willens zur Macht über Natur und Geschichte. Der Stil ist konzentriert, aphoristisch und polemisch; im Kontext der Zwischenkriegszeit erscheint das Buch als Spätbilanz der abendländischen, "faustischen" Dynamik und ihres unvermeidlichen Erschöpfens. Oswald Spengler (1880-1936), durch Der Untergang des Abendlandes berühmt geworden, war geprägt von Mathematik, Naturwissenschaften, klassischer Bildung und der Erfahrung von Weltkrieg, Revolution und technischer Massengesellschaft. Seine Skepsis gegenüber Fortschrittsoptimismus und Liberalismus speist sich aus einer historischen Vergleichslehre, die Kulturen als organische Lebensläufe deutet. Dieses kurze Essay kann als konzentrierte Antwort auf die Frage gelesen werden, durch welche Kräfte die Moderne sich selbst übersteigert. Empfohlen sei der Band Lesern, die Technikphilosophie, Kulturkritik und Ideengeschichte nicht voneinander trennen möchten. Man muss Spenglers Determinismus nicht teilen, um die diagnostische Schärfe seiner Begriffe zu erkennen. Gerade heute, angesichts digitaler Beschleunigung und ökologischer Krisen, fordert das Buch zur nüchternen Prüfung der Kosten menschlicher Herrschaftsfantasien heraus.
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Maße: 0.2 x16.0 x22.0 cm
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