
von Rosa Luxemburg
Der proletarische Massenkampf in Deutschland untersucht die Dynamik kollektiver Arbeiteraktion im wilhelminischen Kaiserreich und fragt, wie ökonomische Streiks, politische Rechte und revolutionäre Bewusstseinsbildung ineinandergreifen. Luxemburg verbindet polemische Schärfe mit theoretischer Präzision: Aus konkreten Konflikten entwickelt sie eine Analyse des Massenstreiks als geschichtlicher Form proletarischer Selbsttätigkeit. Im Kontext der sozialdemokratischen Debatten um Parlamentarismus, Gewerkschaftsdisziplin und russische Revolutionserfahrungen liest sich die Schrift als Intervention gegen taktische Verengung und politische Passivität. Rosa Luxemburg, 1871 in Zamosc geboren und 1919 in Berlin ermordet, war Ökonomin, Publizistin und eine der bedeutendsten marxistischen Theoretikerinnen Europas. Ihre Erfahrungen in der polnischen, russischen und deutschen Arbeiterbewegung, ihre Konflikte mit der SPD-Führung und ihre genaue Beobachtung der Revolution von 1905 prägten ihr Denken. Gerade diese Verbindung aus internationaler Erfahrung und organisatorischer Praxis erklärt die Dringlichkeit dieser Schrift. Empfohlen sei das Buch allen, die die innere Spannung des deutschen Sozialismus vor 1914 verstehen wollen. Es bietet keine historische Kuriosität, sondern eine anspruchsvolle Theorie politischer Handlungsmacht von unten. Für Leserinnen und Leser der Sozial-, Ideen- und Bewegungsgeschichte bleibt Luxemburgs Argumentation provokant, klar und erstaunlich gegenwärtig.
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Maße: 0.9 x15.2 x22.9 cm
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