
von Adriana Thyroke
Eine Kindheit. Eine Flucht. Ein Schlüssel, der bleibt.Harry Gerold wächst in Fraustadt auf. Vor der Zuckerfabrik sammelt er heruntergefallene Rüben, im Gymnasium entdeckt er seine Freude am Lernen. Er erlebt Freundschaft, Zeltlager und die erste Liebe. Später möchte er Postbote werden wie sein Vater Max. Doch hinter den vertrauten Straßen verändert sich seine Welt: Die nationalsozialistische Erziehung bestimmt zunehmend den Alltag, und der Krieg trennt die Familie.Im Januar 1945 muss Harry mit seiner Mutter Minna und seinem kleinen Bruder Hans die Heimat verlassen. Auf den winterlichen Straßen wird jeder Halt zur Hoffnung auf Wärme und jeder Aufbruch zur Sorge, einander zu verlieren. In Dresden geschieht das Unfassbare: Der Zug fährt an – und Hans steht noch auf dem Bahnsteig.Ein Bauernhof bei Schladming bietet ihnen Zuflucht. Zwischen harter Arbeit, unterbrochenem Unterricht und dem Warten auf Nachricht vom Vater übernimmt Harry Verantwortung, für die er eigentlich noch zu jung ist. Doch auch dieser Ort kann nur ein Zuhause auf Zeit sein.Adriana Thyroke erzählt nach den Erinnerungen ihres Vaters und mit erfundenen Dialogen, Nebenfiguren und Romanszenen von einer Kindheit im Schatten des Nationalsozialismus, vom Verlust der Heimat und vom Zusammenhalt einer Familie.Der erste Band des biographischen Romans „Der Schlüssel zur Heimat“.
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