
von Willibald Alexis
In "Der Werwolf: Band 1&2" entfaltet Willibald Alexis einen historischen Roman, in dem das Motiv des Unheimlichen nicht bloß Schauerwirkung erzeugt, sondern als Signatur einer zerrissenen Epoche erscheint. Vor dem Hintergrund brandenburgischer Geschichte, religiöser Spannungen und sozialer Verrohung verbindet Alexis Chronik, Volksglauben, politisches Panorama und psychologische Beobachtung. Sein Stil ist detailreich, dialogisch und von jener historisierenden Genauigkeit geprägt, die den deutschen Geschichtsroman des 19. Jahrhunderts nachhaltig formte. Willibald Alexis, eigentlich Georg Wilhelm Heinrich Häring, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des historischen Romans in Deutschland und wurde nicht zufällig als "märkischer Walter Scott" bezeichnet. Seine Herkunft, seine juristische Bildung, seine publizistische Tätigkeit und sein ausgeprägtes Interesse an preußisch-brandenburgischer Vergangenheit erklären die besondere Verbindung von Archivbewusstsein und erzählerischer Imagination. Alexis schrieb nicht aus antiquarischer Neigung allein, sondern mit dem Ziel, Geschichte als lebendige Kraft der Gegenwart verständlich zu machen. Empfohlen sei dieses Werk allen Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Kostümerzählung, sondern als Analyse gesellschaftlicher Angst, Macht und Erinnerung verstehen. "Der Werwolf" bietet Spannung, kulturgeschichtliche Tiefe und literarische Kunstfertigkeit zugleich.
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Maße: 1.3 x15.2 x22.9 cm
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