
von Sigmund Freud
Sigmund Freuds Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten (1905) untersucht den Witz als psychischen Vorgang, der verborgene Wünsche, Hemmungen und soziale Spannungen sichtbar macht. In präziser, zugleich essayistisch beweglicher Prosa analysiert Freud Wortspiele, Doppelsinn, Verschiebung und Verdichtung und stellt sie in Beziehung zu Traum und Fehlleistung. Das Werk gehört in den Gründungszusammenhang der Psychoanalyse und erweitert deren Blick von der Klinik auf Sprache, Kultur und Alltagskommunikation. Freud, 1856 in Freiberg geboren und in Wien als Neurologe ausgebildet, entwickelte seine Theorie des Unbewussten aus der Behandlung hysterischer Symptome und aus der Selbstanalyse. Nach der Traumdeutung und der Psychopathologie des Alltagslebens lag es nahe, auch den Witz als privilegierten Zugang zu verdrängten Regungen zu betrachten. Seine medizinische Erfahrung, seine klassische Bildung und sein Interesse an jüdischer Erzähltradition prägen die Materialfülle und Argumentationsweise. Empfohlen sei dieses Buch allen, die Humor nicht bloß als Unterhaltung, sondern als Erkenntnisform verstehen wollen. Es bietet Literaturwissenschaftlern, Psychologen, Kulturhistorikern und neugierigen Lesern ein anspruchsvolles Instrumentarium, um Lachen als sinnreiche Ökonomie seelischer Energie zu begreifen.
Sortiert nach Gesamtpreis inkl. Versand, sofern verfügbar.
Weitere Werke desselben Verfassers.
Bester Preis · bücher.de
0,49 €
Maße: 22.9 x15.2 x0.7 cm
* Affiliate-Link — kein Mehrpreis für dich.
Bester Preis
Ab 4,95 €
Werke aus verwandten Genres.