
von Oskar F. Walzel, Oskar Walzel u. a.
Deutsche Romantik entfaltet die romantische Bewegung nicht als bloße Epoche zwischen Klassik und Realismus, sondern als komplexes geistiges Formprinzip, das Dichtung, Philosophie, Religion und Kunsttheorie verbindet. Walzel zeichnet die Entwicklung von Frühromantik bis Spätromantik nach, mit Blick auf Ironie, Fragment, Sehnsucht, Mythos und die Neubestimmung des dichterischen Subjekts. Sein Stil ist gelehrt, systematisch und vergleichend; im Kontext der geistesgeschichtlichen Literaturwissenschaft ordnet er Einzelwerke in größere ästhetische und ideengeschichtliche Zusammenhänge ein. Oskar F. Walzel, österreichisch-deutscher Literaturhistoriker und einer der prägenden Germanisten des frühen 20. Jahrhunderts, näherte sich Literatur stets über Formen, Ideen und die Wechselbeziehungen der Künste. Seine akademische Laufbahn, unter anderem in Bern, Dresden und Bonn, sowie sein Interesse an Stilgeschichte und vergleichender Ästhetik erklären die Perspektive dieses Buches: Romantik erscheint ihm weniger als Sammlung berühmter Namen denn als Ausdruck einer umfassenden kulturellen Selbstdeutung. Empfohlen sei dieses Werk allen, die die deutsche Romantik jenseits populärer Schlagworte verstehen möchten. Studierende, Forschende und anspruchsvolle Leser finden hier eine dichte, historisch fundierte Orientierung, die bekannte Autoren neu konstelliert und die bleibende Modernität romantischen Denkens sichtbar macht.
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