
von Paul Scheerbart
Paul Scheerbarts Die große Revolution ist ein früher, eigensinniger Science-Fiction- und Mondroman, der weniger technische Prognose als kosmische Gesellschaftssatire bietet. Auf dem Mond entfaltet Scheerbart eine fremde Ordnung, in der wissenschaftliche Neugier, politische Umwälzung und ästhetische Verwandlung ineinandergreifen. Die Revolution erscheint nicht bloß als Machtwechsel, sondern als Änderung der Wahrnehmung: Planeten, Körper und Institutionen werden neu gedacht. Der knappe, funkelnde Stil verbindet Märchenlogik, grotesken Humor und utopische Spekulation und steht im Kontext der deutschsprachigen Phantastik um 1900. Paul Scheerbart, 1863 in Danzig geboren und 1915 in Berlin gestorben, war Schriftsteller, Zeichner, Erfindergeist und unbequemer Visionär. Seine Faszination für Astronomie, technische Möglichkeiten, Glasarchitektur und außerirdische Zivilisationen prägte sein Werk ebenso wie seine Skepsis gegenüber bürgerlicher Nüchternheit und militaristischer Politik. Aus der Berliner Bohème heraus entwickelte er eine Poetik, die Weltverbesserung, Spiel und metaphysische Heiterkeit miteinander verschränkt. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die Science-Fiction nicht nur als Abenteuer, sondern als Denkform begreifen. Die große Revolution eröffnet einen überraschend modernen Blick auf Gesellschaft, Fortschritt und Imagination und zeigt, wie radikal komisch utopisches Erzählen sein kann.
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Maße: 0.3 x16.0 x22.0 cm
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