
von Bernd Staudte
Dieses Buch untersucht die strukturelle Spaltung zwischen Masse und Eliten, die sich in der modernen Gesellschaft immer weiter vertieft. Es zeigt, wie Eliten historisch aus funktionalen Rollen entstanden und sich durch Geld, Netzwerke und institutionelle Abschottung zu einer eigenen Schicht entwickelt haben, die in unsichtbaren Räumen agiert, während die Masse in den sichtbaren Strukturen lebt und die Folgen der Entscheidungen trägt, die andere treffen. Die Analyse beschreibt, wie Geld den Menschen nicht verändert, sondern entgrenzt und seine Schwächen verstärkt, indem es den Vorteil belohnt und den inneren Maßstab verdrängt. Dadurch entsteht eine anthropologische Spaltung, die sich in allen modernen Systemen widerspiegelt. Die Eliten handeln nach Vorteil, weil die Systeme dies belohnen, während die Masse nach Maßstab leben muss, weil sie die unmittelbaren Konsequenzen spürt. Die strukturelle Entmenschlichung durch Verwaltung, Bürokratie und digitale Prozesse führt dazu, dass die Masse exponiert und die Eliten isoliert werden. Die Masse verliert ihre historische Funktion als Gegengewicht, weil sie die Mechanismen der Macht nicht mehr versteht, während die Eliten ihre Position durch globale, administrative und ökonomische Strukturen stabilisieren. Das Buch zeigt, wie diese Entwicklung die natürlichen Grundlagen des Lebens gefährdet, weil die Systeme, die von den Eliten gesteuert werden, auf Wachstum und Ressourcennutzung ausgerichtet sind, während die Masse die ökologischen und sozialen Lasten trägt. Es stellt die Frage, ob die Masse die Mechanismen der Macht noch begreifen kann oder ob die Gesellschaft in eine Ordnung gleitet, in der die Masse existiert, aber nicht mehr wirkt, und die Eliten dominieren, aber nicht mehr verbunden sind.
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