
von Immanuel Kant
In Die Metaphysik der Sitten entfaltet Immanuel Kant die systematische Anwendung seiner kritischen Philosophie auf Recht und Tugend. Das Werk gliedert sich in die Rechtslehre, die äußere Freiheit, Eigentum, Vertrag und Staat begründet, sowie die Tugendlehre, die innere Pflicht, Selbstvervollkommnung und Pflichten gegen andere untersucht. Sein Stil ist streng begrifflich, architektonisch und bisweilen spröde; literarisch steht es im Kontext der Aufklärung und der nachkritischen Moralphilosophie. Kant, 1724 in Königsberg geboren, schrieb dieses späte Hauptwerk nach der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten und der Kritik der praktischen Vernunft. Seine lebenslange Beschäftigung mit Vernunft, Autonomie, Naturrecht und republikanischer Ordnung prägt jede Seite. Die politischen Umbrüche des späten 18. Jahrhunderts, insbesondere die Debatten um Freiheit und Gesetz, geben dem Buch zusätzliche Dringlichkeit. Empfohlen sei dieses Werk allen, die Kants Ethik nicht nur als abstrakten kategorischen Imperativ, sondern als umfassende Theorie menschlicher Verpflichtung verstehen wollen. Es verlangt Geduld und philosophische Disziplin, belohnt aber mit einer bis heute einflussreichen Analyse von Würde, Freiheit, Recht und moralischer Verantwortung.
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