
von Quentin Meier
In den Jahren des Kalten Krieges standen Männer und Frauen vor einer Entscheidung, die ihr Leben unwiderruflich veränderte. Dieses Buch untersucht die inneren Konflikte und äußeren Zwänge, die Menschen in Ostblockstaaten dazu brachten, ihre Regierungen zu verlassen und in den Westen überzulaufen. Es zeigt anhand dokumentierter Fälle von Überläufern aus der DDR, Polen und der Tschechoslowakei, wie persönliche Überzeugung, berufliche Frustration oder die Einsicht in die Brutalität des Systems den Ausschlag gaben. Die Erzählung folgt nicht der klassischen Heldengeschichte, sondern stellt die Frage nach dem Preis des Überlaufens: Verlust von Familie, Heimat und Identität. Sie zeigt, wie die Geheimdienste beider Seiten diese Menschen nutzten und wie das Misstrauen zwischen Ost und West durch jede einzelne Flucht neu genährt wurde. Ein Buch über den Moment, in dem ein Mensch erkennt, dass er Teil eines Systems ist, das er nicht mehr erträgt – und den Schritt ins Ungewisse wagt.
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