
von Lothar Hoffmann, Hartwig
Die Reihe HANDBÜCHER ZUR SPRACH- UND KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT erschließt einen Wissensbereich, der sowohl die allgemeine Linguistik und die speziellen, philologisch orientierten Sprachwissenschaften als auch diejenigen Wissenschaftsgebiete umfasst, die sich in den letzten Jahrzehnten aus der immer umfangreicher werdenden Forschung über die vielfältigen Erscheinungen des kommunikativen Handelns entwickelt haben. In der klassischen Disziplin der Sprachwissenschaft erscheint eine Zusammenfassung des Wissensstandes notwendig, um der im Wechsel der Theorien rasch voranschreitenden Forschung eine Bezugsbasis zu geben; in den neuen Wissenschaften können die Handbücher dem Forscher Übersicht geben und Orientierung verschaffen. Um diese Ziele zu erreichen, wird in der Handbuchreihe, was· die Vollständigkeit in der Darstellung,· die Explizitheit in der Begründung,· die Verlässlichkeit in der Dokumentation von Daten und Ergebnissen und· die Aktualität im Methodischenangeht, eine Stufe der Verwirklichung angestrebt, die mit den besten Handbuchkonzeptionen anderer Wissenschaftszweige vergleichbar ist. Alle Herausgeber, die der Reihe und diejenigen der einzelnen Bände, wie auch alle Autoren, die in den Handbüchern ein Thema bearbeiten, tragen dazu bei, dieses Ziel zu verwirklichen. Veröffentlichungssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch. Wenngleich als Hauptzweck der Handbuchreihe die angemessene Darstellung des derzeitigen Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Ausschnitten der Sprach- und Kommunikationswissenschaft zu gelten hat, so wird doch bei der Abgrenzung der wissenschaftlichen Bereiche, die jeweils in einem Handbuchband erschlossen werden sollen, keine starre Systematik vorausgesetzt. Die Reihe ist offen; die geschichtliche Entwicklung kann berücksichtigt werden. Diese Konzeption sowie die Notwendigkeit, dass zur gründlichen Vorbereitung jedes Bandes genügend Zeit zur Verfügung steht, führen dazu, dass die ganze Reihe in loser Erscheinungsfolge ihrer Bände vervollständigt werden kann. Jeder Band ist ein in sich abgeschlossenes Werk. Die Reihenfolge der Handbuchbände stellt keine Gewichtung der Bereiche dar, sondern hat sich durch die Art der Organisation ergeben: der Herausgeber der Reihe bemüht sich, eine Kollegin oder einen Kollegen für die Herausgabe eines Handbuchbandes zu gewinnen. Hat diese/r zugesagt, so ist sie/er in der Wahl der Mitherausgeber und bei der Einladung der Autoren vollkommen frei. Die Herausgeber eines Bandes planen einen Band inhaltlich unabhängig und werden dabei lediglich an bestimmte Prinzipien für den Aufbau und die Abfassung gebunden; nur wo es um die Abgrenzung zu anderen Bänden geht, ist der Reihenherausgeber inhaltlich beteiligt. Dabei wird davon ausgegangen, dass mit dieser Organisationsform der Hauptzweck dieser Handbuchreihe, nämlich die angemessene Darstellung des derzeitigen Problem- und Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Teilbereichen, am besten verwirklicht werden kann.,Die Stärken der Fachsprachenforschung lagen bisher in der sorgfältigen quantitativen und qualitativen Analyse umfangreicher Materialkorpora sowie in den zahlreichen Versuchen, neue linguistische Theorien und Methoden auf ihren spezifischen Untersuchungsgegenstand anzuwenden. Kritik ist daran geübt worden, daß diese Forschung keine eigene Theorie und keine selbständigen Methoden entwickelt hat. Diese Einwände wurden im Handbuch berücksichtigt. Gleichzeitig verweist das Handbuch auf noch wenige erforschte Gebiete und eröffnet so zukünftige Forschungsperspektiven. All das und noch vieles andere führte zur Formulierung der folgenden Hauptaufgaben: Schaffung eines deutlichen Bewußtseins dafür, welche vergangenen und gegenwärtigen Forschungsaktivitäten trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte und Zielsetzungen und trotz der äußerlichen Zugehörigkeit zu anderen Disziplinen als Beiträge zur Fachsprachenforschung aufzufassen sind. Vermittlung der Einsicht in die Notwendigkeit, daß die Fachsprachenforschung eine weitestgehend konsensfähige Theorie der Fachsprachen erarbeiten muß, aus der Methoden und Forschungsprogramme abgeleitet werden können. Repräsentative Darstellung des Forschungsgegenstandes ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit dem Ziel, theoretische Fragestellungen, Problemfelder und empirische Befunde so auszuwählen, daß vorsichtige Schlüsse vom dargestellten Teil auf das Ganze gezogen werden können. Verklammerung der Fachsprachenforschung und der Terminologiewissenschaft, auch mit Blick auf (inter-) kulturelle Spezifika. Bemühen, die einzelphilologischen Grenzen zu überschreiten. Kritische Einschätzung von Hypothesen, Methoden und ihrer Anwendung sowie der bisherigen Ergebnisse. Konzeptionelle und darstellerische Verbindung diachroner und synchroner Aspekte. Anregung, Konzeption und Perspektivierung künftiger Forschung. Unterbreitung von Angeboten für die Umsetzung in die Praxis, z.B. durch Vorschläge für die Optimierung fachliche
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