
von Giacomo Casanova, George Sand u. a.
Johann Christian von Mannlich (1741–1822) war eine herausragende Persönlichkeit des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts: Maler, Architekt, Lithograph, Autor und als Zentralgaleriedirektor maßgeblich an der Zusammenführung der bayerischen Gemäldesammlungen beteiligt. Zwischen 1813 und 1818 verfasste er seine Lebensgeschichte in sogenanntem ›Pfälzer Französisch‹. Der Originaltext blieb lange unveröffentlicht und wurde erst Anfang der 1990er Jahre ins moderne Französisch übertragen und vollständig publiziert. Auf dieser Edition basiert die vorliegende deutsche Übersetzung, durch die Mannlichs Aufzeichnungen erstmals komplett in deutscher Sprache zugänglich sind. Die Memoiren gelten als bedeutendes Quellenwerk zur Geschichte Pfalz-Zweibrückens, der Rheinpfalz, des Hauses Wittelsbach und Bayerns in der Zeit der Spätaufklärung, der Französischen Revolution und der napoleonischen Epoche. Darüber hinaus besitzen sie großen Wert für die europäische Kulturgeschichte, da Mannlich als Zeitzeuge und Akteur tiefe Einblicke in Kunstpolitik, höfisches Leben, kulturelle Netzwerke und die politischen Umbrüche seiner Zeit gewährt.
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