
von Heike Obermanns
Studienarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: sehr gut, Hochschule für Philosophie München, Veranstaltung: Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Der zweite Band von Husserls »Logischen Untersuchungen« trägt den Untertitel >Untersuchungen zur Phänomenologie und Theorie der Erkenntnis an sich Ausdruck und Bedeutung< ist daher im Rahmen der Husserlschen Wesenslehre der Denk- und Erkenntniserlebnisse zu sehen, in deren Zentrum die Intentionalität des Bewußtseins steht. Bezogen auf die Logik geht es Husserl darum, vor allem gegenüber dem Psychologismus seiner Zeit zu betonen, daß psychische Akte (Denken, Urteilen) völlig unabhängig von den logischen Gesetzen vonstatten gehen, Logik daher nicht empirisch oder psychologisch zu begründen ist (vgl. Störig, S. 585f.). Der Tendenz des Psychologismus, alles aus Empfindungen abzuleiten, hält Husserl die logischen Gesetze als objektives Sein, als zeit- und raumlose, situationsunabhängige Wahrheiten entgegen, die keine normativen Vorgaben für das Denken darstellen. So ist z.B. aus dem Satz vom Widerspruch nicht abzuleiten, daß keine widersprüchlichen Sätze ausgesagt werden sollen oder können.
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