
von Klaus Arndt
Gute Argumente für die Carnivore-Diät Die Carnivore-Diät ist eine spezielle Variante der ketogenen Ernährung. „Carnivore“ bedeutet „Fleischesser“; entsprechend handelt es sich um eine Ernährung mit Fleisch und Fett, die auf pflanzliche Lebensmittel weitgehend oder ganz verzichtet. Dafür gibt es gute Gründe: . 1) Auch Pflanzen wollen leben und sie wehren sich erbittert gegen Fressfeinde; dazu zählt auch der Mensch. Der Verzehr vieler pflanzlicher Produkte führt zum Leaky-Gut-Syndrom („undichter Darm“) mit deutlich erhöhten Entzündungswerten im Körper. Das ist auf eine Vielzahl pflanzlicher Abwehrstoffe zurückzuführen, die nicht nur die Darmwand schädigen können. Das Leaky-Gut-Syndrom, bei dem sich Keime, Bakteriengifte und Fremdproteine über das Blut im ganzen Körper verteilen, ist heute als Ursache vieler Beschwerden und Krankheiten erkannt. 2) Die Antinährstoffe und Gifte in allen pflanzlichen Lebensmitteln binden Vitamine und Mineralien, die damit für den Organismus weitgehend unverfügbar sind. Deshalb können die hohen Gehalte an Mikronährstoffen in Pflanzenkost vom Menschen nur eingeschränkt genutzt werden – trotz ausreichender Kalorienmenge kommt es häufig zu Mängeln. Durch ihre schlechte Verdaubarkeit liefern pflanzliche Lebensmittel auch deutlich weniger nutzbares Protein als Fleisch. 3) Die weitreichenden Schadwirkungen pflanzlicher Abwehrsubstanzen verursachen nicht nur viele Beschwerden (Verdauungsprobleme, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Kopfschmerzen, usw.) und Krankheiten (Osteoporose, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenentzündungen, Autoimmunkrankheiten, Gelenkentzündungen, Schäden an den Blutgefäßen, neurologische und psychische Störungen), sondern können bei lebensbedrohenden Erkrankungen wie z.B. Morbus Crohn oder Krebs sogar eine Stabilisierung bzw. Heilung verhindern. Unbekannte Vorteile der Fleischernährung Mit einer Carnivore-Diät aus Fleisch und tierischem Fett heilt ein geschädigter Darm sehr schnell. Die Entzündungswerte sinken deutlich ab und der Mensch kann seine ungeschwächte Immunabwehr gegen Infektionen und Krankheiten einsetzen. Darüber hinaus liefern tierische Lebensmittel alle wichtigen Vitamine, Mineralien und Protein – in mehr als ausreichender Menge und jeweils in der optimal bioverfügbaren Form. Deshalb kommt es bei vielen kranken Menschen, die mit einer „normalen“ ketogenen Diät schon Verbesserungen ihres Zustands erzielt haben, bei Anwendung der Carnivore-Diät häufig zu noch stärkerer Linderung der Beschwerden bis hin zu überraschenden Heilerfolgen. Die Carnivore-Diät enthält fast keine Kohlenhydrate und führt so beim Anwender zu einer gutartigen Ketose. Die dabei entstehenden Ketone im Blut liefern mehr Energie als Glucose und sie üben stark anti-entzündliche Wirkungen aus. Durch den anhaltend niedrigen Blutzuckerspiegel kommt es zu einer Hochregelung der Autophagie, der körpereigenen Selbstreparatur aller Zellen. Das führt zu einer besseren Funktion aller Organe und beugt der Entstehung von chronischen Erkrankungen vor. Wie sehr der Mensch von der Carnivore-Diät profitiert, das zeigt sich an den guten Abnehmerfolgen bei Übergewichtigen. Häufig kommt es zur Normalisierung eines erhöhten Blutdrucks und der niedrige Blutzuckerspiegel sowie verbesserte Blutfettwerte bringen Diabetikern und Herz-Kreislauf-Patienten große Vorteile. In vielen Fällen haben sogar Menschen mit psychischen Beschwerden deutliche Verbesserungen erfahren, bis hin zum Verschwinden aller Krankheitssymptome. Und bei ernsten Erkrankungen kann die Carnivore-Diät die Heilung entscheidend beeinflussen. Dabei müssen die Kalorien nicht oder nur unwesentlich beschränkt werden, daher stellen sich diese gesundheitlichen Vorteile ohne Hungergefühle oder Schwäche ein. Man hat durch die Fleischernährung mehr Energie; schläft weniger lange, fühlt sich aber besser ausgeruht und ist deutlich leistungsfähiger. Die Carnivore-Diät als Schlüssel zur Heilung Das Buch gliedert sich in drei Teile: Im Ersten werden die weitreichenden Wirkungen der wichtigsten pflanzlichen Abwehrstoffe geschildert: Viele „gesunde“ Lebensmittel sind unter diesem Gesichtspunkt alles andere als gut für uns. Selbst die Antioxidantien und Ballaststoffe in pflanzlicher Kost sind weniger wichtig, als bisher angenommen. Im zweiten Teil wird die Säurebelastung durch die Ernährung untersucht und gezeigt, dass nicht das Fleisch, sondern pflanzliche Lebensmittel zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Die Verdauung beim Fleisch- und Pflanzenfresser wird eingehend beschrieben; danach wird – ohne ideologische Scheuklappen – klar, warum Fleisch das bessere Nahrungsmittel für den Menschen ist. Im dritten Teil wird die Carnivore-Diät mit ihren wichtigsten historischen und modernen Vertretern vorgestellt und die praktische Anwendung der Fleischernährung erläutert. Ein ehrlicher Vergleich tierischer und pflanzlicher Lebensmittel Beim Vergleich von veganen oder vegetarischen Diäten mit der Carnivore-Ernährung werden häufig allein die Nährwerte verglichen; doch
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