
von August Sauer
Vor ihrem gemeinsamen Tod im November 1811 sandten Kleist und Henriette Vogel einanderProsahymnen zu, die Paul Lindau 1873 als „weniger zum Ressort des literarischen Kritikers, als zudem des Psychiaters gehörig“ beurteilte. Der Prager Germanist August Sauer ( 1855-1926), dessenText von 1907 wir mit einem weiterführenden Nachwort wieder vorlegen, hob sie in den Rang ausder Mystik gespeister Litaneien; er zählte sie zu den „ergreifendsten Dokumenten aus der Geschichteder menschlichen Seele.“ Der Berliner Maler Werner Heldt (1904-1954) stürzte 1929 durch den Todseiner Freundin Lo in eine tiefe persönliche Krise: damals schuf er zwei Zeichnungen zu Kleists Tod.
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