
von Cicero
In Lälius oder von der Freundschaft entfaltet Cicero in dialogischer Form eine philosophische Untersuchung über Wesen, Ursprung und Pflichten wahrer amicitia. Im Gespräch lässt er Gaius Laelius nach dem Tod des Scipio Africanus minor über Freundschaft als sittliche Gemeinschaft der Guten sprechen. Der Text verbindet römische Erfahrungswelt mit griechischer Ethik, besonders stoischen und akademischen Motiven, und zeichnet sich durch klare Periodik, moralische Prägnanz und staatsbürgerliche Ernsthaftigkeit aus. Marcus Tullius Cicero, Redner, Staatsmann und Philosoph der späten Republik, schrieb den Dialog im Jahr 44 v. Chr., in einer Zeit politischer Erschütterung und persönlicher Unsicherheit. Seine Erfahrung mit Bündnissen, Loyalitäten, Verrat und republikanischer Pflicht verleiht der Abhandlung besondere Dichte. Indem Cicero die Stimme des Laelius wählt, verbindet er autobiographische Reflexion mit einem idealisierten Bild römischer Tugend und aristokratischer Erinnerungskultur. Dieses Werk empfiehlt sich Lesern, die Freundschaft nicht als bloße Empfindung, sondern als ethisch anspruchsvolle Lebensform verstehen möchten. Ciceros Schrift bleibt aktuell, weil sie Zuneigung, Nutzen, Aufrichtigkeit und Tugend sorgfältig unterscheidet und zugleich zeigt, dass private Bindungen ohne moralische Integrität zerfallen.
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Maße: 0.3 x16.0 x22.0 cm
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