
von Frank Norris
Frank Norris' 1899 erschienener Roman "McTeague" entfaltet die tragische Geschichte eines einfachen Zahnarztes in San Francisco, dessen Ehe mit Trina und deren Lotteriegewinn eine Spirale aus Besitzgier, Gewalt und sozialem Verfall auslösen. In nüchterner, zugleich suggestiv verdichteter Prosa verbindet Norris Milieustudie, psychologische Beobachtung und naturalistische Determinationslehre. Der Roman steht im Kontext des amerikanischen Naturalismus und zeigt, wie ökonomische Zwänge, Triebhaftigkeit und urbane Enge menschliche Handlungsspielräume zunehmend zerstören. Frank Norris, 1870 in Chicago geboren und in Kalifornien aufgewachsen, war Journalist, Reisender und einer der wichtigsten Vermittler naturalistischer Erzählverfahren in den Vereinigten Staaten. Beeinflusst von Émile Zola, aber fest verankert in amerikanischen Schauplätzen, interessierte er sich für die Kräfte hinter individueller Moral: Markt, Erbschaft, Umwelt und Instinkt. Seine Erfahrungen in San Francisco sowie sein Blick auf moderne kapitalistische Gesellschaften prägten die unerbittliche Genauigkeit von "McTeague". Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Handlung, sondern als Analyse sozialer und seelischer Mechanismen verstehen. "McTeague" ist düster, präzise und verstörend aktuell: ein Roman über Geld, Begehren und den dünnen Firnis der Zivilisation.
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Maße: 1.0 x15.2 x22.9 cm
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