
von Richard Kandt
Der Afrikaforscher und Arzt Richard Kandt konnte nach Ausbruch des 1. Weltkrieges nicht mehr nach Afrika zurück, wo er Kaiserlicher Resident von Ruanda war. Er beschloss als Frontarzt in den Krieg zu gehen. Dort hatte er unter dem Eindruck seiner Erlebnisse Gedichte geschrieben. Er starb 1918 an den Folgen einer Gasvergiftung, die er sich 1917 beim Versuch, Verletzten zu helfen, zugezogen hatte. Sein Freund Dr. Franz Stuhlmann fand die Gedichte in seinem Nachlass. Er entschloss sich diese Gedichte 1918 zu veröffentlichen. Er schrieb über sie: "So zeigt uns diese kleine Sammlung feiner Gedichte ein Spiegelbild seiner Seele während der letzten schweren Kriegsjahre. Sein fein besaitetes Gemüt litt an dem Leid der anderen, das ihm als Arzt an der Front so vielfältig entgegentrat, und hier seinen oft erschütternden Ausdruck fand. So werden denn diese kleinen Stimmungsbilder, deren schöne Sprache, Gedankentiefe und von lauterster Vaterlandsliebe, reinster Menschlichkeit und Freundschaft zeugenden Empfindungen jedermann gefangen nehmen, mit dazu beitragen das Andenken dieses hochstehenden Mannes, der der Wissenschaft, seinen Angehörigen und seinen Freunden viel zu früh entrissen wurde, lieb und wert zu halten"
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