
von Jan Cantow
Das Buch behandelt die Geschichte der Nazareth-Diakone und ihrer Ehefrauen in der SBZ/DDR. Sie entstammten einer konjunktiven Erfahrungsgemeinschaft, deren Gründung 1877 erfolgt war. Kollektive Identitäten mit hochverbindlichen Sinn- und Seinslandschaften wirkten nach der deutschen Teilung in Ost und West fort. Im Rahmen einer Reform Nazareths in Bethel wurden die Diakone in der DDR Ende der 1960er Jahre in die Selbstverantwortung entlassen und konstituierten sich 1971/73 zur Bruderschaft Nazareth-Lobetal. Die „halbe“ Bruderschaft entwickelte sich als subkultureller Sonderfall in der männlichen Diakonie der DDR, ohne den Bezug auf Nazareth-Bethel zu verlieren. Die gefühlte Einheit Nazareths als soziales Milieu in Ost und West übernahm in der Zeit der deutschen Teilung eine gesellschaftsübergreifende Brückenfunktion. Nach der deutschen Wiedervereinigung ging Nazareth-Lobetal in der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth auf.
Sortiert nach Gesamtpreis inkl. Versand, sofern verfügbar.
Werke aus verwandten Genres.
Ab 9,99 €