
von Rosa Luxemburg
Rosa Luxemburgs Massenstreik, Partei und Gewerkschaften ist eine der prägnantesten Interventionen in die sozialistische Strategiedebatte des frühen 20. Jahrhunderts. Ausgehend von der Russischen Revolution von 1905 entfaltet Luxemburg den Massenstreik nicht als technisches Kampfmittel, sondern als geschichtlichen Prozess, in dem ökonomische und politische Kämpfe ineinandergreifen. Ihr Stil verbindet theoretische Schärfe, polemische Energie und empirische Beobachtung; im Kontext der deutschen Sozialdemokratie richtet sich die Schrift gegen schematische Parteidisziplin ebenso wie gegen gewerkschaftlichen Reformismus. Rosa Luxemburg, 1871 im russisch beherrschten Polen geboren, war Ökonomin, marxistische Theoretikerin und eine der profiliertesten Stimmen der internationalen Arbeiterbewegung. Ihre Erfahrungen in der polnischen und deutschen Sozialdemokratie, ihre Nähe zu revolutionären Ereignissen in Osteuropa und ihre Kritik an Bürokratisierung und Opportunismus prägten diese Schrift entscheidend. Luxemburg schrieb aus der Überzeugung, dass Klassenbewusstsein nicht verordnet wird, sondern in kollektiver Praxis entsteht. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die strategischen Grundfragen sozialer Bewegungen verstehen wollen: Organisation und Spontaneität, Reform und Revolution, Partei und Gewerkschaft. Es bleibt ein herausfordernder, historisch situierten und zugleich erstaunlich aktueller Text über politische Handlungsfähigkeit von unten.
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Maße: 0.4 x16.0 x22.0 cm
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