
Der Roman Sara erzählt die Geschichte der biblischen >Erzeltern Stammvater Abraham Mit grosser historischer Detailtreue lässt Ramírez vor den Augen der Leser*innen die Alltagswelt Mesopotamiens im Altertum erstehen und gebraucht dabei eine Erzähltechnik, die mit Elementen der Verfremdung Distanz schafft und die Rolle beziehungsweise das Verhalten der verschiedenen Protagonisten aus unterschiedlichen Perspektiven darstellt. Anstelle von Abraham rückt bei Ramírez Sara in den Mittelpunkt der Handlung, eine resolute, selbstbewusste, listige Frau, die das Handeln ihres Mannes Abraham und auch das Handeln des >Zauberers Zauberer Zwar hält sich Ramírez nicht sklavisch an die biblische Vorlage, die wichtigsten Motive der überlieferten Legende bilden jedoch den Handlungsrahmen: Saras anfängliche Kinderlosigkeit, Abrahams Zeugung von Ismael mit Hagar, Saras Sklavin, die Zerstörung von Sodom und Gomorrha und Lots Flucht aus der Stadt, bei der seine Frau zur Salzsäule erstarrt. Dabei ist die Darstellung von Sara und der anderen handelnden Personen geprägt von dem für Ramírez charakteristischen hintergründigen Humor, der es meisterhaft versteht, die Balance zu halten zwischen dem Tragischen und dem Komischen im menschlichen Leben, der >Comédie Tragédie humaine
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