
Formale Modelle, Daten und algorithmische Systeme strukturieren zunehmend, wie Bedeutung erzeugt und Entscheidungen vorbereitet werden. Doch woran orientieren sich diese Systeme – und wo liegen ihre Grenzen? In Semantik modellieren und kalibrieren entwickelt Marko O. G. Schaumburg eine Theorie selektionsgebundener Semantik. Er zeigt, warum Modellierung allein nicht ausreicht und weshalb formale Systeme einer bewussten Kalibrierung bedürfen. Bedeutung, Geltung und Verantwortung lassen sich nicht aus Technik ableiten, sondern entstehen innerhalb semantischer Rahmenbedingungen. Anhand zentraler Domänen wie Wissenschaft, Gerichtsbarkeit, Journalismus und Informatik wird deutlich, wo formale Verfahren sinnvoll unterstützen können – und wo ihre Zuständigkeit endet. Die Frage der Testbarkeit markiert dabei eine entscheidende Grenze: Nicht alles, was berechnet werden kann, darf Geltung tragen. Dieses Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die verstehen wollen, wie Semantik technisch verarbeitet werden kann – ohne ihre Grenzen zu verlieren.
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Maße: 24.0 x17.0 x24.0 cm
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