
In den Gedichten von John Burnside (1955–2024) bewegt man sich zwischen „Seegras und Gebälk“; zwischen „Schwerkraft und Licht“; immer nahe bei den Dingen, den Tieren und den Geistern, denn da ist „ein Leben jenseits jenes Lebens, / das wir führen“. Jemand steht wie ein anderer im eigenen Hof und harkt Blätter, oder sitzt „im Zug nach Norden“; während der Körper sich verbindet „mit den Aromen / der Kindheit: / Anis / und Minze“. Vergangenes und Gegenwärtiges durchdringen einander auf dieser „Regenfährte von vor vierzig Jahren“; und hinter allem Sichtbaren lässt sich nur erahnen, was mit den Sinnen nicht fassbar wird. So findet man sich bei John Burnside wieder in einem „Raum; der reiner wäre / wo einer aufwacht und im Dunkeln flüstert / bis nichts / oder der Gedanke an nichts / Antwort gibt“. (Nadja Küchenmeister)
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