
von Jörg Becker
Ziel der Standortstrategie muss sein, natürliche Stärken des Standortes zu stützen und potentielle Schwächen abzufedern. So ist es kaum möglich, die Grundausrichtung eines Standortes (z.B. Touristik, unberührte Natur, Schwerindustrie, Dienstleistung, niedrige Bevölkerungsdichte) von heute auf morgen umzukrempeln. Vielmehr kommt es darauf an, für die individuell vorhandenen Standortbedingungen die geeigneten Nutzungen zu finden und diese auch umzusetzen. Mit der Gleichzeitigkeit ungleicher Entwicklungen als Folge des wirtschaftlich-strukturellen Wandels steigt auch an vielen Orten die Notwendigkeit von Anpassungen durch einen Standortumbau. Die Standortqualität hängt stark von den erschlosssenen Potentialen ab. Um seine Handlungsfähigkeit zu erhalten wäre ein Standort gut beraten, wenn er über seine administrativen Grenzen hinweg Schwerpunkte setzt, knappe Ressourcen bündelt, d.h. seie "Stärken stärkt". Zwischen einzelnen Standortfaktoren bestehen vielfältige Wirkungsbeziehungen von unterschiedlicher Stärke und Dauer. In ihren Einzelheiten werden solche Verknüpfungen manchmal zu wenig beachtet. Für eine fundierte Diskussions- und Entscheidungsgrundlage könnten übersichtliche und je nach Bedarf flexibel anpassbare Darstellungsformen Seltenheitswert haben. Ein Potential-Check schafft Abhilfe.
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