
von Angelika Linke
Welche Rolle spielte die Korrespondenz unter Frauen in der bürgerlichen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts – beim Austausch über Alltagsdinge, aber auch in der Beziehungspflege? Anhand zweier Briefwechsel, zwischen zwei jungen Ehefrauen und zwischen vier unverheirateten jungen Frauen, nimmt der Band die Entwicklung des Konzepts weiblicher Freundschaft in den Blick, für welches das Medium des Briefs konstitutiv ist. Gleichzeitig zeigt er, welche Bedeutung der Korrespondenz unter Frauen für die Selbstversicherung und die Emanzipation aus vorgegebenen Beziehungsstrukturen zukam. Nicht zuletzt vermittelt das Buch einen lebendigen Einblick in die bürgerliche Alltagswelt im Zürich des Ancien Régime. Das Buch wird ergänzt durch eine von Ursula Caflisch-Schnetzler eingeleitete und kommentierte Edition von J. C. Lavaters Anweisung zum Briefschreiben an seine Tochter Anna Louisa.
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