
Unter den Hohen Tauern entfaltet ein eindringliches Panorama alpinen Lebens, in dem Landschaft, Brauchtum und menschliche Bewährung untrennbar miteinander verbunden sind. Achleitner schildert die Welt der Täler, Almen und Übergänge nicht bloß als malerische Kulisse, sondern als geschichteten Kulturraum, der Arbeit, Frömmigkeit, Gefahr und soziale Ordnung prägt. Sein Stil verbindet realistische Beobachtung mit erzählerischer Anschaulichkeit; Naturbeschreibung, volkskundliches Detail und dramatische Handlung stehen im Kontext der deutschsprachigen Heimat- und Alpenliteratur des späten 19. Jahrhunderts. Arthur Achleitner, 1858 in Straubing geboren und 1927 in München gestorben, war Journalist, Reiseschriftsteller und Erzähler mit ausgeprägter Kenntnis des bayerisch-österreichischen Alpenraums. Seine Erfahrungen als Wanderer, Beobachter ländlicher Milieus und Vermittler regionaler Kultur dürften die Anlage dieses Buches entscheidend bestimmt haben. Achleitners Werk zeigt ein nachhaltiges Interesse an Grenzlandschaften: zwischen Natur und Zivilisation, Tradition und Moderne, lokaler Eigenart und überregionaler literarischer Form. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die alpine Literatur nicht als bloße Idylle, sondern als genaue Erkundung von Lebensbedingungen verstehen möchten. Unter den Hohen Tauern bietet atmosphärische Dichte, kulturhistorischen Wert und erzählerische Spannung.
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