
Heinrich Schreibers "Volkssagen: Die Legenden der Stadt Freiburg im Breisgau und ihrer Umgegend" versammelt die überlieferten Erzählungen einer Stadtlandschaft, in der Münster, Tore, Klöster, Berge und Burgruinen zu Trägern geschichtlicher Erinnerung werden. Der Band steht im Kontext romantischer Sagenforschung des 19. Jahrhunderts, doch verbindet er antiquarische Genauigkeit mit erzählerischer Anschaulichkeit. Seine Legenden lesen sich als poetische Topographie Freiburgs: Lokale Frömmigkeit, mittelalterliche Herrschaft, bürgerliche Moral und das Unheimliche des Schwarzwaldrandes treten in ein dichtes kulturelles Gespräch. Schreiber, 1793 in Freiburg geboren und 1872 gestorben, war Historiker, Theologe und Hochschullehrer, tief verwurzelt in der geistigen und institutionellen Welt Badens. Seine Beschäftigung mit Stadtgeschichte, kirchlichen Überlieferungen und regionalen Quellen erklärt den Impuls dieses Buches: Er wollte nicht bloß unterhalten, sondern das Gedächtnis eines Ortes sichern, dessen mündliche Traditionen im Zeitalter moderner Geschichtsschreibung zu verschwinden drohten. Empfohlen sei dieses Werk allen, die Freiburg nicht allein als historische Stadt, sondern als imaginativen Erinnerungsraum verstehen möchten. Für Literaturwissenschaftler, Volkskundler, Historiker und kulturgeschichtlich interessierte Leser bietet es eine wertvolle Verbindung von Sage, Ort und Identität.
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Maße: 22.9 x15.2 x0.7 cm
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