
von Martin Luther
Martin Luthers "Von der Freiheit eines Christenmenschen" gehört zu den programmatischen Schriften des Jahres 1520 und entfaltet in dichter, zugleich seelsorgerlich zugespitzter Argumentation den berühmten reformatorischen Doppelgedanken: Der Christ ist durch den Glauben ein freier Herr über alle Dinge und zugleich in der Liebe ein dienstbarer Knecht aller. In biblisch grundierter, rhetorisch klarer Prosa verbindet Luther paulinische Theologie, spätmittelalterliche Frömmigkeitskritik und humanistische Verständlichkeit zu einem Schlüsseltext der Reformation. Luther, Augustinermönch, Bibelprofessor in Wittenberg und bereits durch den Ablassstreit europaweit bekannt, schrieb diese Abhandlung in einer Phase wachsender kirchlicher Konfrontation. Seine Erfahrungen als Seelsorger, seine intensive Auslegung der Paulusbriefe und sein Ringen um Gewissensgewissheit prägen das Werk. Angesichts drohender Verurteilung formuliert er keine bloße Polemik, sondern eine theologische Grundlegung christlicher Existenz jenseits äußerer Werkgerechtigkeit. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die den geistigen Kern der Reformation verstehen wollen. Es ist kurz, aber von außergewöhnlicher gedanklicher Dichte, historisch folgenreich und bis heute herausfordernd. Wer nach dem Verhältnis von Glauben, Freiheit, Verantwortung und Nächstenliebe fragt, findet hier einen klassischen Text, der religiöse Innerlichkeit und ethische Weltzuwendung überzeugend zusammendenkt.
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Maße: 1.7 x15.2 x22.9 cm
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