
Dieses Buch untersucht den Wandel der grenzüberschreitenden Wasserpolitik angesichts des Klimawandels, der hydrologischen Schwankungen und des geopolitischen Wettbewerbs um gemeinsame Flüsse. Es argumentiert, dass traditionelle Verträge mit festem Umfang obsolet werden und anpassungsfähigen, vielschichtigen Systemen ausgehandelter Interdependenz weichen müssen. Anhand einer vergleichenden Analyse des Nil-, Indus-, Mekong- und Tigris-Euphrat-Beckens werden drei Schlüsselfaktoren für hydro-politische Ergebnisse identifiziert: institutionelle Robustheit, hydrologischer Stress und strukturelle Machtasymmetrie. Das Indus-Becken zeichnet sich durch relative Stabilität aufgrund rechtlicher Strenge aus, während das Tigris-Euphrat-Becken anhaltende Spannungen unter fragmentierter Verwaltung aufweist. Das Nilbecken spiegelt eine Übergangsordnung wider, die durch den Ausbau der Infrastruktur flussaufwärts geprägt ist. Die Studie zeigt außerdem auf, wie politische Ökonomie, Privatisierung und multinationale Akteure die Wasserzuteilung und Souveränität neu gestalten, während technologische Innovationen die Überwachung verbessern, aber neue Datenasymmetrien schaffen. Insgesamt bietet die Studie einen Rahmen für das Verständnis der Wassersicherheit bei Knappheit, Konflikten und Umweltveränderungen.
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