
von Michael Freund
Für 30 Jahre war die Fabrik sein Leben. Tausende Arbeiter, millionenfache Motoren, eine Stadt, die um diese Industrie gebaut wurde. Dann kam der Wandel – nicht langsam, sondern wie ein Tsunami. Diese Biografie eines deutschen Fabrikmanagers oder erfahrenen Engineers dokumentiert den Zusammenbruch einer Ära und den verzweifelten Versuch, eine ganze Gemeinde zu retten. Der Autor war in vorderster Reihe, als die Digitalisierung und die Elektromobilität die traditionelle Autoindustrie erschütterten. Er sah die Zahlen: Fließbandplätze, die verschwanden. Qualifizierte Arbeiter, die überflüssig wurden. Kleine Zulieferer, die bankrottgingen. Und er sah die menschliche Seite: Väter, die ihre Häuser verloren. Generationen von Facharbeitern ohne Perspektive. Städte, deren Seele in den Fabriken lebte. Mit schonungsloser Ehrlichkeit beschreibt er die Versprechen der Konzernführung, die nicht eingelöst wurden. Die politischen Fehler, die zu spät kamen. Aber auch die versteckten Hoffnungen: Wie einzelne Fabriken sich neu erfanden. Wie Arbeiter in die E-Mobilität umgeschult wurden. Wie manche Städte überlebten – und andere starben. Dies ist ein Buch über Deutschland in Transformation – über Klassenkampf im 21. Jahrhundert, über die Kosten des Fortschritts und über die Frage, wer für den Wandel bezahlen muss. Ein eindringliches Zeugnis für alle, die glauben, dass Wirtschaft abstrakt ist.
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