
von Martin Grahl
Der Hochaltar in der St. Nikolaikirche zu Wismar ist 1774 nach Entwürfen seines Stifters, des Oberkammerherren Friedrich Wilhelm von Bergholtz errichtet worden. Er diente in Kiel und St. Petersburg Herzog Carl Friedrich von Holstein und dessen Sohn, Herzog Carl Peter Ulrich, 1762 Zar Peter III., Ehemann von Zarin Katharina II., der nur wenige Monate nach Amtsantritt in Ropscha bei St. Petersburg ermordet wurde. Der Altar nimmt auf verborgene Weise Bezug auf dieses Ereignis. So erhielten die Zaren Peter der Große und Peter III. bildlich Platz am Abendmahlstisch in Wismar, damals noch schwedische Garnisonsstadt. Der gigantische Altar ist Zeugnis der Frömmigkeit lutherischer Aufklärung im Gegenüber zur Russischen Orthodoxie.
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