
Die Debatte um die sogenannte Laienanalyse zählt zu den zentralen Konfliktlinien der Psychoanalyse und wirft grundlegende Fragen nach wissenschaftlicher Autonomie, professioneller Legitimation und institutioneller Macht auf. Der vorliegende Sammelband untersucht diese Kontroverse aus historischer, theoretischer und praxisbezogener Perspektive. Ausgehend von den Auseinandersetzungen zwischen 1900 und 1938 werden zentrale Entwicklungen, internationale Positionen und professionspolitische Dynamiken rekonstruiert. Die Beiträge verbinden historische Analysen mit Reflexionen über gegenwärtige Formen psychischer Begleitung – auch jenseits klassischer therapeutischer Settings. Dabei wird deutlich, dass die historische Debatte um die Laienanalyse in veränderter Form bis in die Gegenwart fortwirkt: als grundlegende Frage nach den Bedingungen, unter denen psychotherapeutische und psychisch orientierte Praxis legitim ausgeübt werden kann. Der Band richtet sich an Forschende, Studierende und Praktiker:innen, die sich mit den historischen, theoretischen und ethischen Grundlagen psychotherapeutischer Arbeit befassen.
Sortiert nach Gesamtpreis inkl. Versand, sofern verfügbar.
Werke aus verwandten Genres.
Maße: 21.5 x15.0 x21.5 cm