
von Paul Ernst
Der schmale Weg zum Glück entfaltet eine moralisch-psychologische Erkundung jener Frage, die die Moderne besonders drängend stellte: Wie kann ein Mensch gelingen, ohne sich an Zufall, Begierde oder gesellschaftliche Verheißungen zu verlieren? Paul Ernst gestaltet den Weg zum Glück nicht als sentimentale Erfüllung, sondern als schmale, disziplinierte Bahn der Selbsterkenntnis. Sein Stil verbindet erzählerische Klarheit, gedankliche Strenge und klassizistische Formung; im literarischen Kontext steht das Werk zwischen nachnaturalistischer Moderne, ethischer Novellistik und dem Programm einer erneuerten deutschen Klassik. Paul Ernst, 1866 geboren und 1933 gestorben, war Erzähler, Dramatiker und Essayist von ausgeprägtem theoretischem Bewusstsein. Aus frühen Berührungen mit Naturalismus und sozialistischen Ideen entwickelte er eine zunehmend formstrenge, kulturkritische Poetik, die Ordnung, Maß und geistige Verantwortung betonte. Seine Auseinandersetzung mit den Krisen der bürgerlichen Gesellschaft, mit Individualismus und Sinnverlust bildet den geistigen Hintergrund dieses Buches. Empfohlen sei Der schmale Weg zum Glück allen Lesern, die Literatur nicht bloß als Handlung, sondern als Denkform schätzen. Das Werk bietet eine konzentrierte Begegnung mit einem Autor, der Glück als sittliche Aufgabe begreift.
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Maße: 0.8 x15.2 x22.9 cm
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