
Der schwarze Meilenstein entfaltet einen klassischen Kriminalfall der Zwischenkriegszeit, in dem ein rätselhaftes Zeichen, ein bedrohlicher Ort und eine Reihe verborgener Interessen ein dichtes Netz aus Verdacht erzeugen. Weinert-Wiltons Prosa verbindet temporeiche Handlung, pointierte Dialoge und atmosphärische Schauplätze mit jener anglofilen Sensationsdramaturgie, die im deutschsprachigen Krimi der 1920er und 1930er Jahre unter dem Einfluss Edgar Wallace' besondere Popularität gewann. Das Buch steht damit zwischen Rätselroman, Schauerstück und moderner Unterhaltungsliteratur. Louis Weinert-Wilton, eigentlich Alois Weinert, wurde 1875 in Böhmen geboren und starb 1945 in Prag. Seine Herkunft aus dem vielsprachigen Mitteleuropa, seine Erfahrung politischer Umbrüche und sein Gespür für urbane Unsicherheit prägten offenbar seine Vorliebe für Maskierungen, geheime Gesellschaften und moralisch zweideutige Figuren. Unter seinem Pseudonym schuf er Kriminalromane, die internationale Schauplätze mit deutschsprachiger Erzähltradition verbinden. Empfohlen sei Der schwarze Meilenstein allen Leserinnen und Lesern, die historische Kriminalliteratur nicht nur als Spannung, sondern auch als kulturelles Dokument begreifen. Der Roman bietet effektvolle Unterhaltung und zugleich Einblick in die Ängste, Moden und erzählerischen Verfahren einer Epoche, die das Verbrechen als Spiegel gesellschaftlicher Instabilität inszenierte.
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Maße: 0.6 x16.0 x22.0 cm
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