
von Richard Voss
Richard Voß' "Die Auferstandenen" entfaltet ein seelisches Drama, in dem Wiederkehr nicht bloß als äußeres Ereignis, sondern als moralische und existentielle Erneuerung verstanden wird. Zwischen Schuld, Erinnerung und der Möglichkeit eines zweiten Lebens beobachtet der Roman Figuren, die aus erstarrten Verhältnissen hervortreten und sich ihrer Vergangenheit stellen müssen. Voß verbindet psychologische Charakterzeichnung mit einer bildkräftigen, spätrealistischen Prosa, die bereits an neuromantische Stimmungen grenzt und das Fin de Siècle in seiner religiösen und ethischen Unruhe spiegelt. Richard Voß, 1851 in Pommern geboren und 1918 gestorben, gehörte zu jenen deutschsprachigen Erzählern, deren Werk stark von Reisen, historischen Interessen und der Erfahrung südlicher Landschaften geprägt ist. Sein längerer Aufenthalt in Italien, seine Nähe zu Kunstmilieus sowie sein Sinn für Grenzsituationen des Gewissens erklären die Intensität, mit der er Fragen von Verwandlung, Buße und Lebenswille gestaltet. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die den deutschen Roman um 1900 jenseits des kanonischen Zentrums entdecken möchten. "Die Auferstandenen" überzeugt durch atmosphärische Dichte, gedankliche Ernsthaftigkeit und seine zeittypische, zugleich überraschend moderne Frage, ob ein Mensch sich wirklich neu erschaffen kann.
* Affiliate-Link — kein Mehrpreis für dich.
Sortiert nach Gesamtpreis inkl. Versand, sofern verfügbar.
Weitere Werke desselben Verfassers.
Bester Preis · bücher.de
15,20 €
Maße: 1.3 x15.2 x22.9 cm
Bester Preis
Ab 11,50 €
Werke aus verwandten Genres.