
von John Galsworthy
Die Forsyte-Saga entfaltet in epischer Breite die Geschichte einer wohlhabenden Londoner Familie vom späten Viktorianismus bis nach dem Ersten Weltkrieg. Im Zentrum stehen Besitzdenken, Ehe, Begehren und die langsame Erosion bürgerlicher Gewissheiten, verkörpert besonders im Konflikt zwischen Soames Forsyte und Irene. Galsworthys präziser Realismus, seine kontrollierte Ironie und psychologische Zurückhaltung verorten den Romanzyklus zwischen klassischem Gesellschaftsroman und moderner Kritik an Eigentum und Moral. John Galsworthy, geboren 1867, stammte selbst aus jenem wohlhabenden englischen Bürgertum, dessen Rituale, Ansprüche und Blindheiten er so genau beschreibt. Seine juristische Ausbildung schärfte seinen Blick für Besitzverhältnisse und gesellschaftliche Konventionen; seine humanitären Interessen und persönliche Erfahrungen mit unglücklichen Ehebindungen vertieften sein Verständnis für individuelle Gefangenschaft innerhalb respektabler Formen. 1932 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Dieses Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Familiengeschichte nicht als bloße Chronik, sondern als Analyse einer Epoche verstehen möchten. Die Forsyte-Saga verbindet erzählerische Eleganz mit soziologischer Genauigkeit und zeigt, wie private Leidenschaften historische Umbrüche sichtbar machen.
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Maße: 22.9 x15.2 x3.1 cm
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