
von Caspar Edelhain
Dieses Buch taucht in die verborgenen Absprachen der Jalta-Konferenz ein, wo drei Mächte Europas Nachkriegsordnung schmiedeten – ein Ausschluss kleinerer Nationen, der Einflusssphären zementierte und Illusionen von Mitbestimmung zerstörte. Es beleuchtet die Spannung zwischen offener Allianz und geheimer Teilung. Mechanismen der Hinterzimmerdiplomatie zeichnen sich ab: Vom 4. bis 11. Februar 1945 trafen sich Roosevelt, Churchill und Stalin im Livadia-Palast, ohne Vertreter Polens oder Osteuropas; sie teilten Deutschland in Besatzungszonen, vereinbarten Reparationen von 20 Milliarden Dollar (halb an die Sowjetunion) und fixierten Berlins Teilung trotz Lage in der sowjetischen Zone. Geheime Protokolle gaben Stalin Einfluss in Polen („freie Wahlen“ versprochen, nie gehalten), den Balkan und Ostpreußen, während ein separates Abkommen über Japan – Sakhalin, Kurilen, Mandschurei – Churchill aussparte und erst 1947 publik wurde. Solche Vereinbarungen schufen Kaskaden der Vorherrschaft: Denazifizierung und UN-Gründung tarnten Sphärenlogik, wo Frankreich nur unter Druck eine Zone erhielt und Rückführungen von Deserteuren Todesurteile besiegelten.
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Maße: 29.7 x21.0 x29.7 cm
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