
von Herman Bang
Dieser Band vereint mit "Die vier Teufel", "Das graue Haus" und "Das weiße Haus" drei charakteristische Prosawerke Herman Bangs. Die Artistengeschichte der "vier Teufel" entfaltet ein Drama von Körperkunst, Begehren und tödlicher Präzision; die beiden "Haus"-Texte verwandeln Erinnerung, Familie und Milieu in leise, schmerzlich genaue Szenen. Bangs impressionistischer Stil verzichtet auf erklärende Psychologie: Gesten, Blicke, Räume und Pausen tragen die seelische Handlung. Im Kontext des skandinavischen Modernen Durchbruchs markieren diese Texte eine raffinierte Gegenposition zum programmatischen Realismus. Herman Bang, 1857 in Dänemark geboren und 1912 gestorben, war Schriftsteller, Journalist, Kritiker und Vortragskünstler. Seine Herkunft aus einer Pfarrersfamilie, frühe Verluste, finanzielle Unsicherheit und gesellschaftliche Außenseitererfahrungen prägten sein Interesse an zerbrechlichen Existenzen. Als europäisch orientierter Beobachter kannte Bang Theater, Großstadtleben und öffentliche Maskerade aus nächster Nähe; daraus erwuchs seine Kunst, Menschen in Momenten des Verstummens sichtbar zu machen. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die psychologische Tiefe ohne Pathos, formale Subtilität und historisch bedeutsame Moderne suchen. Es zeigt Bang als Meister des Ungesagten und als Chronisten jener Lebensformen, die am Rand der gesellschaftlichen Bühne ihre größte Wahrheit gewinnen.
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Maße: 0.9 x15.2 x22.9 cm
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