
von Dirk Hübner
Weiß die Moderne überhaupt, was ein Mensch ist? Dieses Buch ist ein erstes Gespräch und der Beginn einer fundamentalen Auseinandersetzung. Dirk Hübner tritt darin nicht gegen einen einzelnen Denker an, sondern gegen den Geist der Moderne selbst - verkörpert von einer künstlichen Intelligenz, die die Positionen der Moderne in ihrer stärksten Form verteidigt: das Vertrauen in die immanente Vernunft, in Verfahren, Recht und Institutionen. Hübner hält aus dem christlichen Existenzialismus und Personalismus Nikolai Berdjajews dagegen: mit der ungründigen Freiheit, der Person als unreduzierbarem existenziellem Zentrum und dem Eschaton als dynamischem Telos. Die Debatte beginnt beim Begriff der Existenz und führt über die Frage nach der Bewertungsinstanz, über Liebe und Gesetz, Gewissen und Macht, über Weimar 1932 bis in die Gegenwart algorithmischer Versuchung. Moderne greift an, konzediert, weicht aus, drängt nach: 'Liebe ohne Institutionalisierung ist statistisch gesehen - grausam.' Welches Denken hält am Ende stand? Dies ist das einführende Buch der Reihe "Im Angesicht der Freiheit". Fortgesetzt wird sie mit der Debatte mit Jürgen Habermas.
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