
Conrad Ferdinand Meyers "Jürg Jenatsch: Eine Bündnergeschichte" entfaltet vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges ein dicht komponiertes Panorama Graubündens, in dem konfessionelle Gegensätze, fremde Machtinteressen und persönliche Leidenschaften unauflöslich ineinandergreifen. Im Zentrum steht der historische Pfarrer, Kriegsmann und Politiker Jürg Jenatsch, dessen Weg zwischen patriotischem Handeln, Verrat und moralischer Ambivalenz verläuft. Meyers Stil verbindet novellistische Straffung mit malerischer Präzision, psychologischer Andeutung und einer klassizistisch kontrollierten Sprache; der Roman gehört zu den bedeutenden historischen Erzählwerken des poetischen Realismus. Meyer, 1825 in Zürich geboren, war ein Autor von ausgeprägtem historischem Bewusstsein und feinem Sinn für politische Tragik. Seine schweizerische Herkunft, seine Beschäftigung mit europäischen Machtkonstellationen und seine Neigung zu innerlich zerrissenen Gestalten prädestinierten ihn für diesen Stoff. In Jenatsch fand er eine Figur, an der sich Fragen nach Staatsräson, Schuld, Glaubenswechsel und nationaler Selbstbehauptung exemplarisch verdichten ließen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Rekonstruktion, sondern als geistige Durchdringung vergangener Konflikte suchen. "Jürg Jenatsch" bietet Spannung, sprachliche Eleganz und politische Tiefenschärfe zugleich: ein Roman über Macht und Gewissen, dessen Fragestellungen bis in die Gegenwart reichen.
Sortiert nach Gesamtpreis inkl. Versand, sofern verfügbar.
Weitere Werke desselben Verfassers.
Bester Preis · bücher.de
11,70 €
Maße: 0.8 x15.2 x22.9 cm
* Affiliate-Link — kein Mehrpreis für dich.
Bester Preis
Ab 9,99 €
Werke aus verwandten Genres.