
von Patrick Seidel
Europas Großmächte konkurrierten im späten neunzehnten Jahrhundert nicht nur um wirtschaftlichen Einfluss, sondern um globale Vorherrschaft. Koloniale Expansion, militärische Modernisierung und geheime Bündnissysteme schufen eine internationale Ordnung, deren Stabilität zunehmend von strategischem Misstrauen geprägt war. Dieses Buch analysiert die geopolitischen Entwicklungen Europas zwischen 1815 und 1914 mit besonderem Fokus auf imperialer Konkurrenz und diplomatischen Machtstrukturen. Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und Österreich-Ungarn bauten militärische Kapazitäten aus, während sie gleichzeitig um Einflusszonen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten rivalisierten. Die Darstellung zeigt, wie technologische Fortschritte die internationale Politik beschleunigten. Eisenbahnnetze verbesserten militärische Mobilisierung, Telegraphie verkürzte diplomatische Reaktionszeiten, und industrielle Produktion erhöhte die Reichweite moderner Armeen. Dadurch entstand ein politisches System, in dem regionale Krisen rasch gesamteuropäische Folgen annehmen konnten. Der Weg zum Ersten Weltkrieg erscheint hier als Ergebnis langfristiger Machtverschiebungen innerhalb einer zunehmend vernetzten und zugleich instabilen Weltordnung.
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Maße: 29.7 x21.0 x29.7 cm
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