
Warum fühlen sich Menschen in einem der wohlhabendsten Länder der Welt zunehmend finanziell, gesellschaftlich und politisch unter Druck? Deutschland ist ein starkes Land mit einem umfassenden Sozialstaat. Und doch wächst bei vielen Menschen das Gefühl, dass das Versprechen von Wohlstand, Sicherheit und gesellschaftlichem Aufstieg immer weniger mit ihrem Alltag übereinstimmt. Sie arbeiten, zahlen Steuern und Sozialbeiträge, ziehen Kinder groß und übernehmen Verantwortung – und müssen trotzdem genauer rechnen. Lebensmittel, Wohnen und Energie belasten die Haushalte. Unternehmen kämpfen mit Bürokratie. Junge Menschen erleben in sozialen Medien eine Welt, in der Reichtum scheinbar ohne jahrelange Arbeit erreichbar ist. Gleichzeitig schwindet bei vielen das Vertrauen in Politik und Institutionen. In „SOZIAL. ABER FÜR WEN?“ untersucht Alexander Gutwill diese Widersprüche. Er betrachtet Armut und Mittelschicht, Arbeit und Abgaben, Wohnen und Lebenshaltungskosten, Sozialstaat und Wirtschaft, Bürokratie und politische Verantwortung. Auch die aktuelle Bundesregierung wird kritisch geprüft – jedoch nicht mit pauschalen Schuldzuweisungen, sondern anhand einer einfachen Frage: Was wurde versprochen, was wurde entschieden – und was kommt davon tatsächlich bei den Menschen an? Gleichzeitig richtet sich der Blick auf uns selbst: auf Ehrenamt, gesellschaftlichen Zusammenhalt, soziale Medien und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Dieses Buch ist keine Abrechnung mit Deutschland. Es ist eine kritische Bestandsaufnahme aus Verbundenheit mit diesem Land – und ein Plädoyer dafür, dass Leistung, Solidarität, politische Verlässlichkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt wieder stärker zusammengehören. Nicht an Sonntagsreden. Am Alltag.
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